Zum Inhalt springen

My Way

Mein Herz schlägt für die Kinder­­­krankenpflege

Lisa-Marie Tiberti erzählt über ihren Weg - dass es am Anfang nicht ganz einfach war, aber heute Pflege ihr Traumberuf ist.

lisa-marie_tiberti_klein.jpg

My Way

Lisa-Marie Tiberti

Mein Name ist Lisa-Marie Tiberti und ich bin seit zwei Jahren stellvertretende Stationsleitung auf der Station Stoffwechsel der Kinderklinik am Universitätsklinikum Heidelberg und übernehme auch zeitweise die Stellvertretung auf der Nachbarstation Kardiologie. Außerdem bin ich noch Hygienebeauftragte der Station und in einer Arbeitsgruppe, die sich mit Pflegestandards beschäftigt.


Zuerst zu jung für die Ausbildung

Das Uniklinikum Heidelberg war von Anfang an meine erste Wahl. Eigentlich wollte ich mich bereits nach meinem Schulabschluss mit 15 Jahren bewerben, aber zu diesem Zeitpunkt war ich noch zu jung. Also habe ich ein freiwilliges soziales Jahr in der Kinderklinik eines kleineren Hauses absolviert. Hier hat sich auch schon meine Begeisterung für die Arbeit mit Kindern entwickelt, es war mir sofort klar: In dieser Richtung möchte ich in Zukunft arbeiten. Aber ich habe auch gemerkt, dass es an einem größeren Klinikum viel mehr Chancen und Möglichkeiten, viel mehr zu entdecken gibt. Dazu kam, dass es damals in Heidelberg die spezialisierte Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin gab, nicht nur die allgemeine Pflegeausbildung. Das war schon ein wichtiger Punkt für mich.

„Ich weiß noch, zu Beginn meiner Ausbildung am UKHD, als ich zum ersten Mal über den Campus gelaufen bin und dachte: Krass, wie groß hier alles ist.“

Ganz einfach war es am Anfang nicht, mit 17 allein in eine neue Stadt und einen neuen Job. Aber die Kollegen am UKHD haben alles perfekt organisiert, ich war gleich gut eingebunden und habe viele Kontakte genknüpft. Die Ausbildung selbst war sehr interessant und auch sehr vielschichtig.


Nach dem Examen an die Kinderklinik

Nach meinem Examen habe ich direkt in der Kinderklinik angefangen. Ich habe dann mehrere Fortbildungen gemacht, meine Fachkenntnisse ausgebaut und mich immer mehr in meinen Job vertieft. Vor zwei Jahren hat mir meine Stationsleitung dann die Stelle als stellvertretende Stationsleitung nahegelegt. Darüber musste ich erstmal nachdenken, schließlich war ich erst 25 Jahre alt und die Stelle ist schon ziemlich verantwortungsvoll. Schlussendlich habe ich es getan: Ich habe mich beworben, bekam die Stelle und habe es bis heute nie bereut.

Dass ich in so kurzer Zeit so erfolgreich sein konnte, verdanke ich auch meinen Kollegen und Vorgesetzten. Meine Stationsleitung hat mich immer aktiv gefördert und unterstützt. Und auch meine Kollegen sind super – wir sind ein ganz tolles eingespieltes Team. Ich weiß noch, wie ich nach der Ausbildung über das Wissen der erfahrenen Pflegekräfte gestaunt habe – ich hätte nie gedacht, dass ich in so kurzer Zeit so weit kommen könnte.


Eine ganz besondere Station

Auf unserer Station geht es um seltene Stoffwechselerkrankungen bei Kindern, also eigentlich um Patienten von Neugeborenen bis zu Erwachsenen. Wir haben einerseits chronisch kranke Patienten, die ihr ganzes Leben zu unserer Station kommen. Zu diesen und den Familien entwickelt man oft eine ganz enge Bindung. Wir haben aber auch viele Patienten mit sehr kurzer Aufenthaltszeit. Diese kommen, werden gesund und gehen auch wieder.

„Man gibt viel von sich, bekommt es aber doppelt zurück.“

Die Arbeit mit Kindern liegt mir einfach. Kinder gehen mit Krankheiten ganz anders um als Erwachsene, sie sehen die Welt halt einfach auch anders. Kinder nehmen auch chronische Krankheiten besser an, und wir helfen ihnen damit umzugehen. Es kann schon helfen, in einer schwierigen Zeit einfach Hoffnung zu geben. Unsere Arbeit am Stoffwechselzentrum ist sehr vielseitig. Wir arbeiten in interdisziplinären Teams und mit verschiedensten Fachbereichen, zum Beispiel mit Diabetesberatern, Diätassistenten oder Physiotherapeuten. Außerdem halten wir uns hier immer auf dem neuesten Stand mit Schulungen zu neuen wissenschaftlichen Methoden und Behandlungen.


Ich würde den Job empfehlen

Die Pflege ist absolut mein Traumberuf, ich kann mir keinen anderen Beruf mehr vorstellen. Ich würde meinen Beruf auch jedem empfehlen, der sich für die Arbeit mit Menschen interessiert. Ich würde ehrlich sagen, dass das kein leichter Job ist und dass man schon in der Ausbildung was dafür tun muss, da wird einem nichts geschenkt. Aber es ist eben auch ein wunderschöner Beruf, in dem man so viel zurückbekommt.

Besonders betonen möchte ich das Teamwork auf unserer Station – und eigentlich auch am ganzen UKHD. Das ist wichtig, denn der Job kann schon mal stressig werden und das Team fängt dann ganz viel davon ab. Es ist toll, wenn man sich zu 100% aufeinander verlassen kann – und auch mal in stressigen Situationen miteinander lachen kann.

Ich meine, ich bin 8 Stunden von meinem Tag auf der Arbeit, also möchte ich auch da sein, wo es mir Spaß macht. Und wo es Sinn macht, was ich leiste. Wo ich wirklich etwas bewegen und anderen Menschen helfen kann.

Pflege, vor allem die von Kindern, ist einfach mein Ding.