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Der Podcast "Pflege UKHD"

Die erste Folge des neuen Podcast „Pflege UKHD“ startet gleich mit einem wirklich spannenden Thema: dem Einsatz von VR-Brillen in der Schmerztherapie. Wie das bei Pflegefachkräften und Patienten ankommt – jetzt als Podcast hören oder die Textversion lesen.

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Zum Verbandswechsel auf den Bodensee?

Für die erste Folge des Podcast Pflege UKHD besucht Moderator Robin Krüger die Chirurgische Klinik. Dort spricht er mit Franziska Glaß, Fachkrankenpflegerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin über ein aktuelles Forschungsprojekt: Während großer, oft schmerzhafter Verbandswechsel machen die Patienten mittels VR-Brille eine virtuelle Schifffahrt über den Bodensee.

Doch wie kommt die Ablenkung bei den Patienten an? Welchen Einfluss hat die Brille auf das Schmerzempfinden? Und sind weitere kreative oder abenteuerliche VR-Filme möglich? Die Antworten hörst Du am besten selbst!

Weitere Themen dieser Folge sind: die zunehmende Akademisierung, die Zukunft der Pflege und ein ganz persönlicher Ausgleich zum Beruf.

Als Text lesen

Moderator Robin Krüger:

„Hallo und herzlich Willkommen zu der ersten Folge des UKHD-Pflege Podcast. Ich bin Robin Krüger, die Stationsleitung vom Inovationsraum Pflege in der Kopfklinik. Heute habe ich meine erste Gesprächspartnerin bei mir. An der chirurgischen Klink in Heidelberg soll eine VR-Brille zum Einsatz kommen, welche dafür sorgt, dass der Verbandwechsel so angenehm wie möglich wird.

Statt ihrer Wunde sehen die Patienten nämlich den schönen Bodensee vor sich. Franziska Glaß, eine Pflegefachkraft und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der chirurgischen Klinik, hat dieses besondere Projekt von Beginn an mitbetreut. Hallo Franziska!“


Franziska Glaß:
„Hallo.“


Robin Krüger:

„Erzähl uns doch mal, wie alles angefangen hat mit dem Projekt und worum es bei diesem genau geht.“


Franziska Glaß:

„Angefangen hat alles zunächst als kleines Projekt im Rahmen der Abschlussarbeit einer Kollegin für ihre Weiterbildung zur algesiologischen Fachassistenz.

Der ursprüngliche Ideenanstoß kam von unserer stellvertretenden Pflegedienstleitung, die unseren letztendlich auch gewählten Anbieter auf einem Kongress gesehen und uns dann darauf hingewiesen hat, dass so etwas möglich ist. Wir waren direkt Feuer und Flamme.

Die Patienten auf unserer Station sind zu 80-90 % onkologische Patienten, mit sehr ausgedehnten und großen Operationen.

Bei Verbandwechseln und Drainagen-Zügen haben wir, wenn wir das Gefühl hatten, dass Patienten, psychisch überlastet sind, den Patienten eine VR-Brille aufgesetzt. Das Projekt verselbständigte sich recht schnell von selbst.

Es wurden Patienten gesucht, bei denen wir das machen könnten und das ganze Team war begeistert.

Als Resultat haben wir gemerkt, dass die Patienten von einem gesteigerten Wohlbefinden berichten und innerlich Abstand von der ganzen Situation gewinnen. Sie bekommen einen gewissen Entspannungsmoment und ihre Schmerzen reduzierten sich. Wir konnten sehen, dass es eine positive Beeinflussung vom subjektiven Schmerzempfinden gab.

Da hat sich relativ schnell der Kontakt zu unserer APN, der Advance-Practice-Nurse, die wir in der Chirurgie haben ergeben. Wir haben dann gemeinsam das Studienprotokoll konzipiert, da wir dies nun wissenschaftlich untersuchen wollten.“


Robin Krüger:

„Können sich die Patienten selber aussuchen, was sie durch die VR-Brille sehen möchten, oder wird dies vorgegeben?“


Franziska Glaß:

„Wenn die Patienten für unsere Studie eingeschlossen werden, haben wir uns auf ein bestimmtes Video geeinigt.

Das sind dann 20 Minuten Bodensee-Rundfahrt, da die Minuten Verbandswechsel und das Bodensee Video beide etwa 20 Minuten gehen und dies dann gut gepasst hat.

Patienten außerhalb der Studie dürfen auswählen, was sie sehen möchten.“


Robin Krüger:

„Wissen die Patienten dann genau was sie wollen oder sagen sie Sachen wie, dass sie gerne mal mit dem Hubschrauber über New York fliegen oder mal Unterwasser gehen wollen?“


Franziska Glaß:

„Das wäre natürlich toll, wenn das möglich wäre. Jedoch haben wir schon eine kleine Vorauswahl getroffen.

Es gibt Videos, wie man beispielsweise als Ameise im Wald umherläuft, es gibt Meditationsübungen, aber auch einfach einen Sonnenaufgang über den Bergen oder an einen Steg stehen. Da können Vorlieben auch erfüllt werden. Es wäre aber wirklich super, wenn es noch mehr Möglichkeiten gäbe, beispielsweise auch Heidelberg spezifische Möglichkeiten.“


Robin Krüger:

„Aber es ist ja schließlich ein Projekt oder auch ein Medium, was in Zukunft sicher mit Updates ausgestattet werden wird. Gerade das Heidelberger Schloss oder die alte Brücke, oder über den Odenwald, dass wäre schon sehr schön.

Wie nehmen die Patienten denn die Brille an?“


Franziska Glaß:

„Das ist recht unterschiedlich. Im Großen und Ganzen sind die Patienten positiv beeindruckt und nicht ablehnend.

Was uns auffällt ist, dass gerade ältere Patienten das gerne und vermehrt aufnehmen. Junge Leute, die das schon aus der Unterhaltungsbranche kennen und vielleicht sogar selber eine VR-Brille besitzen sagen beispielsweise Dinge wie, ihre Grafik zu Hause sei besser und sie sind nicht so schnell zu begeistern.

Letzte Woche zum Beispiel hat mir eine Kollegin erzählt, dass jemand in unsere Studie eingeschlossen wurde, bei dem der Verbandwechsel mit VR- Brille durchgeführt wurde. Die Patientin war so begeistert, dass sie ab da an alle Verbandwechsel nur noch mit dieser Brille machen möchte. Auch wenn sie zwischendurch mal etwas anderes sehen wollte, wie zum Beispiel während sie am Tisch saß, setzte sie die Brille auf und ging durch die Brille am Meer spazieren.

Die Nachbarpatientin wollte es gleich auch mal testen und war ebenfalls begeistert.

Bis jetzt habe ich noch nie erlebt, dass von vornherein eine Ablehnung da war.“


Robin Krüger:

„Da kommen einem natürlich die Gedanken in den Kopf, dass in Zukunft alle Patienten VR-Brillen tragen werden, um die schönen Seiten zu sehen.

Darüber sprechen wir später noch einmal.

Ihr habt doch sicherlich die Schmerzen bei den Patienten mit den verschiedenen Skalen gemessen mit und ohne die VR-Brille. Wie war da der Unterschied oder wie gravierend war da der Unterschied?“


Franziska Glaß:

„Aktuell können wir darüber noch keine Aussage machen. Wir haben mit der Studie zwar im Februar 2020 angefangen, auf Grund von Corona hatten wir wahnsinnig wenige Patienten und kleinere Operationen.

Dadurch hat sich der Einschlussfaktor von einer großen Wunde nur ganz selten ergeben.

Von daher sind wir noch in der Rekrutierung und es fehlen nur noch wenige Patienten. Ich hoffe daher, dass wir dazu bald eine Aussage machen können.

Kurz zum Prozedere, wie wir das ganze messen. Jeder Patient, der eingeschlossen wird und auf die Einschlusskriterien passt, bekommt im Abstand von mindestens 48 Stunden zwei Verbandswechsel.

Jeder Patient ist quasi seine eigene Kontrollgruppe. Es wird ein Wechsel mit und ein Wechsel ohne VR-Brille gemacht.

Bei beiden Verbandwechseln wird jeweils die Schmerzintensität anhand der nummerischen Rangskala gemessen und dokumentiert.

Dies werden wir dann hoffentlich bald auswerten.

In der Auswertung des damaligen Projekts hat man schon gesehen, dass die Schmerzen reduziert wurden.“



Robin Krüger:

„Das klingt wirklich echt super und ich bin mir auch sicher, wenn bei mir mal ein größerer Verbandwechsel gemacht wird, würde ich tatsächlich auch darauf zurückgreifen.“

„Jetzt kommen wir ein bisschen in die Rolle der Pflegefachkräfte in dieser Situation. Wo siehst du denn die Rolle der Pflege bei der Schmerztherapie nach Operationen?“


Franziska Glaß:

„Ich sehe die Rolle von der Pflege da sehr essenziel im Mittelpunkt. Man ist nah am Patienten dran, den Patienten wahnsinnig häufig. Man bekommt einfach mit, wie der Schmerzzustand ist. Bei uns in der chirurgischen Klinik ist der Vorteil, dass das Schmerzkonzept an und für sich in der Hand vom Akut- Schmerzdienst liegt und dieser von Pflegefachkräften mit einer Weiterbildung und der Anästhesie gemeinsam geleitet wird. Dadurch entsteht eine wahnsinnig enge Zusammenarbeit mit den Pflegenden direkt am Bett, die komme jeden Tag, machen Visite und man ist dadurch sehr miteingebunden.

Man muss sagen, dass dies eine fachliche Kompetenz verlangt, damit man da mit dabei sein kann.

Man muss genau wissen, was man wann und wie oft geben, was kann ich als Ergänzung bei akuten Ereignissen mit dazugeben und wie man etwas reduziert.

Unsere Patienten bekommen fast ausschließlich etwas mit PCA-Pumpen oder PDK-Pumpen und da muss man einfach wissen, wie man damit umgeht.“


Robin Krüger:

„Du bist natürlich jetzt auch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin in der chirurgischen Klinik, da würde ich jetzt auch direkt zu der nächsten Frage kommen.

Und zwar, wo du die Möglichkeiten und Chancen gerade für akademisierte Pflegekräfte in der Uniklinik siehst?“


Franziska Glaß:

„Definitiv einfach in der Teilhabe, der Weiterentwicklung, einfach generell Pflegeforschung betreiben, Pflege relevante Themen und Fragestellung untersuchen.

Ich bin überzeugt von einem Doppelmodell so wie wir es in der chirurgischen Klinik machen. Ich bin in der direkten Patientenversorgung tätig und habe Nähe zum Patienten und zur Basis. Ich weiß, was relevant ist und was wir überhaupt in der Praxis brauchen.

Zu einem gewissen Anteil bin ich noch als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und genau dieses doppelte finde ich wahnsinnig wichtig und auch sehr bereichernd für mich.

Ich finde es aktuell eine spannende Zeit. Vieles ist im Umbruch, die Augen sind stark auf die Pflege gerichtet und genau das ist meiner Meinung nach der Moment, wo wir angreifen sollten, mehr versuchen zu partizipieren, mehr einbringen, was ist Pflegeforschung zum Beispiel eigentlich? Was machen wir überhaupt? Was können wir leisten?“


Robin Krüger:

„Ja, auf jeden Fall. Manche haben ja auch irgendwie die Sorge, dass in Zukunft alle Pflegekräfte studiert haben müssen, was natürlich überhaupt nicht stimmt. Es ist einfach eine zusätzliche Bereicherung für die Pflege, denke ich und unfassbar wichtig, gerade auch für die Zukunft, dass wir uns auch als Berufsgruppe in der ganzen Klinik einbringen können.“

„Was würdest du jungen Pflegekräften, die vielleicht auch eine tolle Idee haben, wie sie sich gerade auch einbringen können, wie sie vielleicht auch ihre Idee umsetzen können raten?“


Franziska Glaß:

„Einfach machen! Einfach wirklich drauf los machen.

Einfach mal hinterfragen, zum Beispiel auch mal verschiedene Prozesse hinterfragen. Kann man das vielleicht einfach verbessern oder verändern?

Und dann einfach wirklich von der Leitungsebene das ganze einfordern. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass es wahnsinnig wichtig und essenziel ist die Leitung mit ins Boot zu holen, da man nur so wirklich etwas umsetzen kann.“


Robin Krüger:

„Zum Schluss profitiert dann ja auch immer die ganze Station. Nicht nur der Einzelne oder die Einzelne, sondern die ganze Station natürlich.“


Franziska Glaß:

„Die ganze Station, die ganze Klinik, gerade mit der VR-Brille. Wir haben nicht die Absicht das nur auf den eins zwei Stationen zu lassen, auch für das gesamte Haus kann zugegriffen werden.

Wir haben Poster gemacht, wir haben es auch ein bisschen an den ASD angegliedert, damit die wissen, dass man da etwas machen kann. Im Endeffekt sollen alle davon profitieren. “


Robin Krüger:

„ASD ist der Akut-Schmerz-Dienst:“


Franziska Glaß:

„Genau.“


Robin Krüger:

„Hattest du irgendwelche Probleme oder Hürden, die dich auch gerade in deiner Projektentwicklung gehindert hatten, oder wo du dachtest, ich muss jetzt nochmal von neu anfangen?“


Franziska Glaß:

„An und für sich wenig Probleme, weil ich halt gerade von meiner Führungsebene einfach wahnsinnig viel Rückhalt und Unterstützung habe.

Aber gerade so am Anfang oder auch noch in der Studienzeit, ich habe ja quasi dual studiert und bin dann nach dem Examen ins Vollzeitstudium gegangen und habe da sehr viel Zeit reingesteckt.

Es kommt halt gerade so von den Kollegen auf den Stationen immer so etwas wie, ich sei dann ja weg, wenn ich im Endeffekt mit meinem Studium fertig bin.

Da ich aber dageblieben bin und dadurch mittlerweile diese Doppelrolle habe, ist da bei den Kollegen auch einfach was passiert. Die haben im Kopf also quasi auch umgeswitched und erkannt, dass ich meinen Bachelor habe und noch vor habe meinen Meister zu machen, aber trotzdem hierbleibe. Ich bin immer noch jemand aus ihrem Team und arbeite in der direkten Pateientenversorgung.“


Robin Krüger:

„Ich denke aber auch, dass man hier in der Klinik immer gute Unterstützung findet und nie so wirklich alleine ist.

Man findet immer gute Partner, die einen mit unterstützen.“

„Was waren besondere Ereignisse, die passiert sind und du dachtest, dass sich das alles auf jeden Fall gelohnt hat?“


Franziska Glaß:

„Ein besonderer Meilenstein bis jetzt war, die Veröffentlichung.

Wir haben die ganze Studie und das Projekt, welches wir machen in der Pflegezeitschrift veröffentlicht.

Das war ein toller Moment, das gedruckte Exemplar mit meinem Namen darüber, zum ersten Mal in der Hand zu halten.

Wir haben das Ganze schon auf Kongressen vorgestellt.

Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis auch mal mit anderen Professionen ins Gespräch zu kommen und zu merken, was für ein Interesse an dem gesamten Thema überhaupt da ist.

Das sind so die Meilensteine und was für mich persönlich ein riesiger Meilenstein war, war dass wir 2019 mit dem Projekt hier in der Klinik den Pflegepreis gewonnen haben.

Man wurde überschüttet mit Glückwünschen und man ist mit vielen Leuten ins Gespräch gekommen.

Und auch was sich der Zeit noch mit dem Ganzen entwickelt. Auf einmal kommen andere Bachelor- Studenten auf einen zu und sagen, dass sie das Projekt super spannend finden und es gerne ausweiten und eine Literaturrecherche zur Anwendung von VR-Brillen in der Anästhesie machen möchten. Es ist wirklich super, was sich daraus entwickelt und das positive Feedback, welches man für die Arbeit, die man leistet, bekommt.“


Robin Krüger:

„Sehr gut. Ich denke auch gerad, dass so eine VR-brille auch in vielen Bereichen angewendet werden kann.

Wenn man bei einer Operation zum Beispiel nicht in Vollnarkose gesetzt wird, wo man vielleicht Geräusche im Hintergrund hört, die man sonst eher nicht hört, wo man gerade mit so einer Brille für viel Ablenkung sorgen kann.“


Franziska Glaß:

„Definitiv. Die Brille wird ja auch schon häufig als Lehrmedium eingesetzt. Ich könnte es mir auch weiterhin in der Pflegeausbildung vorstellen. In irgendwelchen Skill-Slams zum Beispiel. Wie lege ich eine periphere Verweilkanüle zum Beispiel oder wie nehme ich Blut ab?

Und das Ganze dann quasi so anhand virtual reality ertasten.“


Robin Krüger:

„Was würdest du sagen, was dich bei deiner Arbeit antreibt?“


Franziska Glaß:

„Ich mache meinen Beruf wahnsinnig gerne und bin stolz Pflegefachkraft zu sein. Ich finde es immer wieder bereichernd, dass kein Tag ist wie der andere. Wenn gestern der Frühdienst okay war, heißt es nicht, dass es heute genau so wird. Das geht halt so nicht.

Ich finde es super herausfordernd, man kann sich persönlich weiterentwickeln und auch in die Richtung gehe, die man möchte. Man hat da viele Möglichkeiten.

Ich habe Interesse an Pflege, Wissenschaft, Medizin, die Kompetenzen, die man hat werden wertgeschätzt.

Aber auch die enge Zusammenarbeit mit den ganzen Disziplinen und vor allem auch die positive Rückmeldung der Patienten und Patientinnen. Das ist für mich persönlich der Grund, warum ich diesen Beruf mache.

Das es den Patienten und PatientInnen , die ich betreue gut geht und, dass ich ihnen in einer gewissen Art und Weise weiterhelfen kann.

Gerade wenn jemand, der schon lange da war entlassen wird und einem dann tief in die Augen schaut und sich bedankt, weiß man einfach, warum man das ganze macht und hat die Bestätigung.“


Robin Krüger:

„Wie guckst du, dass du auch ein bisschen Abstand vielleicht bekommst?

So viele schöne Ereignisse, die man hier erlebt, so erlebt man viele traurige natürlich auch, die natürlich zu unserer Arbeit definitiv dazugehören, aber wie sorgst du für dich dann?“


Franziska Glaß:

„Ich versuche mir bewusste Auszeiten dann zu nehmen. Wenn ich mal ein Wochenende frei hab, versuche ich mal gar nichts zu machen oder etwas komplett Gegenteiliges.

Ich verbringe viel zeit mit Familie und Freunden, wenn nicht gerade Corona-Pandemie wäre, viel darüber reden, was man hier so sieht, oder mal etwas komplett anderes machen.

Ich habe mal vor einem Jahr angefangen Yoga zu machen, um mich auf mentaler Ebene runterzufahren, dass gibt mir auch wahnsinnig viel.

Was ich auch merke, ich handele ein bisschen nach dem Grundsatz Wissen ist Macht, also wenn ich mich damit Beschäftige , warum Zusammenhänge so sind, wie sie sind und ich das nachvollziehen und verstehen kann, tut mir das auch sehr gut, da es dadurch einfach logisch wird.“


Robin Krüger:

„Klar. Ich denke auch gerade, dass so der kollegiale Austausch auch irgendwie immer wichtig ist, vielleicht auch nicht mit Kollegen, die bei einem auf der Station arbeiten, sondern vielleicht mit Kollegen, die hier im Univeritätsklinikum arbeiten, aber auf einer ganz anderen Abteilung, dass man sich mit denen dann nochmal austauscht, dass tut auch denke ich, sehr gut.“


Franziska Glaß:

„Ja, definitiv. Generell ist es so, dass man gut miteinander verbunden ist durch AGs, die auch vielleicht Klinik übergreifend sin und dass da ein Austausch stattfindet.

Das gibt einem auch nochmal wahnsinnig viel.“


Robin Krüger:

„Jetzt hast du natürlich ein sehr zukunftsorientiertes Projekt gehabt.

Wie siehst du denn die Zukunft in der Pflege?

Gerade auch am Universitätsklinikum in Heidelberg.“


Franziska Glaß:

„Ich sehe die Pflege weiterhin als hochprofessionellen und essentiellen Teil in der Patientenversorgung.

Aber ich sehe auch definitiv eine Weiterentwicklung. Sei es in Kompetenzen, die Pflegenden vielleicht zugeschrieben werden oder Kompetenzen, die Pflegende darbringen, aber auch einfach in der Pflegewissenschaftsforschung, das wird auf jeden Fall weitergehen. Aber ich sehe und hoffe für mich mit, dass die Pflege noch mehr auf ihren Berufs- Stolz pocht, sei es als Pflegekraft zu arbeiten, im Klinikum zu arbeiten und so ein hochprofessioneller Teil des Ganzen zu sein. Da sehe ich die Pflege in den nächsten Jahren schon.“


Robin Krüger:

„Liebe Franziska, vielen, vielen Dank, dass du meine erste Gesprächspartnerin hier am neuen Podcast warst. Das hat mir viel Spaß gemacht und ich fand es echt super interessant. Ich denke, dass dein Projekt eine gute Zukunft auch bei uns hat. Es freut mich, dass du hier warst.“


Franziska Glaß:

„Ja, sehr gerne. Ich bedanke mich auch recht herzlich für die Einladung.“


Robin Krüger:

„Sehr gerne. Wenn ihr noch weitere Infos zu dem Projekt von Franziska oder auch der Pflege am Universitätsklinikum Heidelberg sucht, findet ihr diese in der Beschreibung von diesem Podcast, oder auf der Website wir-sind-intensiv.de.“